Hand aufs Herz – Blutdruck messen!

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Das Herz wird nicht umsonst gerne von vielen in den Sand gemalt, in Baumrinden geritzt oder in Liebesbriefen verwendet: Es ist das Symbol der Liebe. Gefühlsausbrüche lassen unser Herz schneller schlagen, der Puls steigt und wir wissen: wir sind verliebt. Es sind jedoch nicht nur die schönen Gefühle, die unseren Blutdruck und unsere Herzschlagfrequenz beeinflussen. Auch Stress, Angst, Müdigkeit haben einen Einfluss, ebenso Bewegung, Anstrengung und Müdigkeit und andere Befindlichkeiten. Doch warum ist Blutdruckmessung überhaupt so aussagekräftig? Und wie funktioniert das überhaupt?

Leben in unseren Venen

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Aktivitäten wie Treppensteigen können zu kurzzeitig höherem Blutdruck führen. Vor einer Messung sollte eine Ruhephase eingelegt werden um die Werte nicht unnötig zu verfälschen.

Das Herz ist ein Muskel und sorgt durch Entspannung und Kontraktion für den regelmäßigen Blutfluss durch unseren Körper. Durch diese gegenseitigen Bewegungen kommt es zum wiederkehrenden Druckabfall und -anstieg – den Puls. Dessen Frequenz (angegeben in bpm für „beats per minute“, dt. „Schläge pro Minute“),  spiegelt unseren Gefühlszustand, unsere Konstitution und unsere aktuelle Auslastung wieder. Dabei ist ein gemessener Puls immer eine Momentaufnahme. Durch eine einmalige Messung kann man lediglich feststellen, wie der aktuelle Herzschlag ist. Erst durch den Vergleich mit früheren Werten und Normen lässt sich der Puls bewerten. Kurzes Beispiel: Man hat einen höheren Puls, wenn man gerade Heim gekommen ist und dabei viele Stufen steigen musste. Die Bewegung hat unseren Körper gefordert, mehr Blut musste transportiert werden, um alle Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen. Würde man nun messen, würde man ein höheres Ergebnis bekommen, als circa 10 Minuten später, nachdem man zur Ruhe gekommen ist.

Viele Faktoren spielen eine Rolle

Der Blutkreislauf wird von vielen Aspekten beeinflusst. Unser Körperbau hat ebenso einen Einfluss wie unsere Befindlichkeit. Wenn der BMI über der Norm liegt, man trotzdem an einem warmen Sommertag anstrengenden Sport treibt und sich keine Pause gönnt, kann es schnell passieren, dass das Herz überfordert ist. Aus diesem Grund raten Ärzte zu einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßigem Sport und dem Verzicht auf allzu fettreiches Essen. Denn tut man das nicht, zählt man schnell zu den sogenannten „Risikogruppen“. So werden Menschen mit ähnlichen Voraussetzungen zusammengefasst. Risikofaktoren sind zum Beispiel Übergewicht, Bluthochdruck, aber auch ein stressiger Alltag und psychische Belastung. Ein überraschendes Beispiel zeigt, dass Blutdruckmessung nicht nur für ältere Menschen interessant ist: Studenten erleben heutzutage in den Klausur- und Prüfungsphasen regelmäßig Stressmomente, die ihren Blutdruck und Puls steigen lassen.

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In der Vitadock+ App werden die ermittelten Daten gesammelt und übersichtlich dargestellt.

Volldampf voraus

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Das Vitadock Online-Portal stellt alle gesammelten Daten aus der App und der Software für PC übersichtlich dar.

Der Puls ist also die Frequenz, mit der das Herz Blut durch unseren Körper pumpt, um alle Körperteile mit genügend Stoffen zu versorgen. Warum ist dann der Blutdruck noch so wichtig? Und wie funktioniert die Messung? Was zunächst verwundert: über Vibrationen! Damit ist jedoch nicht der Herzschlag selbst gemeint, den man fühlen und unter Umständen an hautnahen Venen sogar sehen kann. Vielmehr werden eben jene bei der Blutdruckmessung durch eine sich mit Luft füllende Manschette kurzzeitig abgedrückt. Sobald die Vene vollständig zu ist und kein Blut mehr fließt, wird langsam Luft aus der Manschette gelassen – die Messung beginnt. Sobald der Herzschlag genug Druck hat, um wieder Blut durch die sich langsam öffnende Vene zu schicken, entstehen durch den Fluss durch die schmale Öffnung Vibrationen an der Gefäßwand.

Vibrationen verraten den Blutdruck

Eben diese Vibrationen werden aufgezeichnet und ausgewertet. Sie geben Aufschluss über den Druck, mit dem das Blut durch den Körper geschickt wird. Wie kräftig das Herz im Körper Arbeitet wird an genau zwei Werten fest gemacht: dem systolischen und dem diastolischen Druck. Der erste herrscht, wenn das Herz sich zusammenzieht, der zweite, während das Blut in den Venen zum Herzen zurück gezogen wird. So ergibt sich ein genaues Bild von der Herzaktivität, das zur täglichen Kontrolle ideal geeignet ist.

Die richtige Messung

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Das Unterarm-Blutdruckmessgerät BW300 sollte bei der Messung auf der Höhe des Herzens gehalten werden.

Wir haben es oben schon erwähnt, möchten aber noch etwas genauer auf die Blutdruckmessung eingehen.Zunächst sollte man bei der allerersten Messung seinen Messarm bestimmen. Dazu sollte man sich gemütlich hinsetzen und jeweils eine Messung an beiden Armen durchführen. Die Manschette des Blutdruckmessgerätes sollte stets auf der Höhe des Herzens gehalten werde. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Oberarm-Blutdruck-Messgerät wie das Medisana BU 575 connect oder das Messgerät Medisana BW 300 connect für den Unterarm handelt. Sind einmal beide Messungen erledigt, ermittelt man den Arm mit den höheren Werten und nutzt diesen für alle zukünftigen Messungen. Zudem ist zu beachten: Auch der Blutdruck ist, genauso wie der Puls, ein dynamischer Wert. Das bedeutet, die Messwerte hängen stark von unserer Ernährung, Aktivität, Stimmung und von unseren Krankheiten (insbesondere Gefäßkrankheiten) ab. Ebenso variiert der Blutdruck über den Tag, so dass es in jedem Fall empfehlenswert ist, Messungen immer zur gleichen Zeit durchzuführen. Ideal sind Zeitpunkte nach dem Aufstehen oder am frühen Abend. Vor jeder Messung sollte man definitiv Zeit einräumen um etwas zu entspannen, damit der Stress des Tages und die körperliche Belastung die Messung nicht zu stark verfälschen. Zudem empfiehlt es sich, während der Messung nicht zu sprechen und sich einfach zurückzulehnen. So werden weitere verzerrende Einflüsse vermieden und die Ergebnisse verwertbar.

Letztendlich dient jede Gesundheitskontrolle der Vor- und Nachsorge. Auch wenn man selbst bisher keine Beschwerden hatte, ist es trotzdem empfehlenswert, regelmäßig Blutdruck und Puls im Auge zu behalten. Durch die VitaDock-Software-Anbindung an das Smartphone oder den PC wird zugleich eine Möglichkeit des Festhaltens und Vergleichens geliefert, die komfortabler nicht sein könnte. So bleibt man immer der Herr über sein Herz und seine Gesundheit.

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In der kommenden Woche wenden wir unseren Blick auf die Vitadock+ App und ihre (teils neuen) Funktionalitäten! Bis dann!